
Flugpaten
"Die kalte Schnauze eines Hundes
ist erfreulich warm gegen die
Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen."
Ernst R. Hauschka
Was sind Flugpaten und warum werden sie gebraucht?
Insbesondere in Südeuropa werden Tiere nach Saisonende in Tötungsstationen gebracht, in denen sie nach Ablauf einer kurzen Zeit getötet werden. Das gleiche passiert mit Tieren, die vom Besitzer abgegeben oder auf der Straße aufgegriffen werden. Viele Tierschutzorganisationen und Tierheime engagieren sich darin, diese Tiere so schnell wie möglich nach Deutschland zu vermitteln.
Da viele Fluggesellschaften "alleinreisende" Tiere aber gar nicht befördern oder nur für sehr viel Geld, sind sie auf die Hilfe von Reisenden angewiesen, die ein Tier als Flugpate auf dem Rückweg nach Deutschland mitnehmen.
Für einen Flugpaten ist die Mitnahme eines Tieres völlig kostenlos und unkompliziert!
Im Vorfeld erledigen die Tierschutzvereine zunächst alle Zoll-Formalitäten (Impfungen, Chips, Kastrationent). Dann bringen sie die Tiere rechtzeitig zum Flughafen, treffen sich dort mit dem Flugpaten, helfen beim Einchecken und versorgen die Tiere bis zum Transport. Die Tiere werden entweder im Frachtraum als Sondergepäck transportiert oder können, wenn sie ein bestimmtes Gewicht nicht überschreiten (in der Regel 6 kg), auch als "Handgepäck" mit in die Kabine genommen werden.

- Inselhund / Foto: www.pixelio.de
Zurück in Deutschland werden die Tiere dann hinter der Zollsperre von den Tierschutzorganisationen, Tierheimen und/ oder von den neuen Besitzern abgeholt. Man muss sich keine Sorgen machen, auf einem Tier, leeren Boxen oder sonstigen Hilfsgütern "sitzen zu bleiben".
Über die Frage, ob es sinnvoll ist, Tiere nach Deutschland zu bringen, obwohl es ja auch bei uns genug herrenlose Tiere in den Tierheimen gibt, lässt sich sicher diskutieren. Gerne könnt ihr dazu eure Meinung im Forum äußern. Wir haben uns entschieden, die Arbeit der Tierschützer zu unterstützen, da uns diese Argumente einfach überzeugt haben:
- Die meisten Tierschutzorganisationen nutzen einen Teil des Vermittlungsentgeltes dazu, auch die Ausgangslage in der Herkunftsländern zu verbessern, z.B. durch Kastrationen. Das Problem wird durch die Vermittlung von Tieren nach Deutschland also nicht lediglich verschoben.
- Es werden in der Regel nur Tiere ausgeflogen, die entweder bereits vermittelt, oder aber leicht vermittelbar sind. Gerade kleinere Mischlinge aus südlichen Ländern sind beliebt, pflegeleicht und integrieren sich schnell.
- Sollte durch die Vermittlung eines Tieres aus dem Ausland einem Tier in einem deutschen Tierheim tatsächlich die Chance auf Vermittlung genommen werden, so ist zu bedenken, dass es die Tiere in unseren Tierheimen relativ gut haben, auch wenn sie nicht vermittelt werden.
- Da die Tierheime sich hauptsächlich durch Vermittlungsentgelte, Spenden oder selbst finanzieren, stellen volle Tierheime in Deutschland insbesondere für den Steuerzahler keine wirkliche Belastung dar.
- Dem Flugpaten entstehen keinerlei Kosten und Mühen!

- Nimmst Du mich mit? / Foto: www.pixelio.de

