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Karneval in Venedig

Wann:
22. Februar - 04. März 2014
07. Februar - 17. März 2015

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Karneval in Venedig

Carnevale di Venezia - eine jahrhundertealte Tradition! Schon Casanova soll das Spektakel geliebt haben, bei dem er sich unerkannt seinem liebsten Zeitvertreib - den Frauen - widmen konnte. Die kunstvollen Masken und historischen Kostüme, die jedes Jahr unter einem anderen Motto stehen, sollte man unbedingt mit eigenen Augen erlebt haben, auch wenn die Lagunenstadt während des Karnevals wohl eher in Menschenmassen, als im Meer zu versinken droht.

Sich maskieren, um sich zu offenbaren
Seit nahezu 1000 Jahren wird in Venedig Karneval gefeiert. Drei Jahrhunderte lang verkleidete und maskierte man sich von Anfang Oktober bis Aschermittwoch mit einer kurzen Weihnachtsunterbrechung. Selbst Priester wie hochstehende Persönlichkeiten teilten das Spiel mit der Identität und gaben sich ein anderes Gesicht. Als Napoleon 1797 die Republik Venedig stürzte, beendete er auch ihre "Carne-vale"("Fleisch-ade")-Tradition. Erst 1979 belebten Künstler das große Fest vor der Fastenzeit in veränderter Form neu. Heute wird der Karneval der "Serenissima" ("Fürstlichen") von Firmen wie MacDonald gesponsert. Es könnte Ihnen gefallen, den bunten Menschenstrom von oben zu betrachten. Allerdings müssen Sie für den Markusturm (Campanile) eine halbe bis ganze Stunde Schlange stehen.

Der Vorkarneval beginnt am Freitag, 12 Tage vor Aschermittwoch.
Der offizielle Karneval dauert 10 Tage und gibt den Startschuss am folgenden Sonntag, Punkt 12 Uhr mit dem "Engelsflug": Zu Lifemusik und Konfettisalven steigt ein Gewimmel bunter Luftballons in den Himmel, während der "Engel" von der Höhe des Markusturmes zum Dogenpalast herunterschwebt. Bis zum Jahr 2000 war der "Engel" eine übergroße, weiße Pappmaschee-Taube am Seil. Seit 2001 "fliegen" lebende Engel quer über den Markusplatz. Ursprünglich hieß der "volo de angelo" ("Engelsflug") "volo de turco" ("Türkenflug"), da der erste "Flieger" ein balancierender Türke war. Manch ein "Türkenflug" endete im Todessturz. Heute "fliegen" die "Engel" am Seil. Erst waren es Frauen im Engelskostüm. 2008 schwebte das Wort ANGELO in Riesenbuchstaben herab, und ein schwarzamerikanischer Rapper ritt auf dem O. Von nun an läuft täglich auf dem Markusplatz ab 14 Uhr ein offenes Bühnenprogramm.

Schaurig schön...
Zu einem schaurig-schönen Erlebnis wird der venezianische Karneval inmitten der herrlichen Architektur um den Markusplatz verbunden mit dem schwarzen Wasser in schmalen, dunklen Kanälen zwischen düsteren Mauern: Losgelöst von seiner stolzen Vergangenheit als mächtige See- und Handelsmacht, beschwört Venedig einen Glanz alter Zeiten in diesem Fest wieder herauf. Jeder Karneval hat sein eigenes Motto und verläuft anders. So auch das Fest der Marie mit Parade am Wochenende vor dem "tollen Donnerstag". Der Brauch, hübsche junge Mädchen von jeweils vier Männern auf Sänften zu tragen, wird auf jeden Fall gepflegt. An diesem ersten Wochenende werden Ritterkämpfe ausgetragen, bei denen es gilt, dem Gegner die Waffe aus der Hand zu schlagen oder ihn in die Enge zu treiben. An anderer Stelle werden höfische Tänze in traditionellen Kostümen getanzt. Narren auf Stelzen üben sich in gewagten Luftsprüngen. Am Sonntagnachmittag findet eine historische Parade statt. Offensichtlich werden die ältesten und bekanntesten Kostümmasken über Jahrhunderte hinweg von einer Generation an die nächste vererbt.

Wer möchte, kann sich auch schminken lassen, vielleicht gegen Spende.
Für 15.- bis 300.- Euros oder mehr können Sie eine Maske erwerben. Große Auswahl bietet Carta Alta (Dorsoduro 1737). Mit atmungsaktiven Farben, die durchaus etwas Feuchtigkeit aushalten, werden die Masken bemalt. Neben Varianten der tragikkomischen Commedia dell'Arte-Figuren wie der fröhlich verfressene Arlecchino und der ungeschickt-listige Bigheillha fallen symbolträchtige Kreationen auf wie goldene Sonnen, rissige Erdengesichter oder Schmetterlingsmuster in leuchtenden Farben. Aus einer Maske spricht der subtil angedeutete Ausdruck eines hämischen Gedankens. Fratzenhaft starre Gesichter, traurige Eleganz, majestätische Schönheiten und kühl entspannte Züge finden Sie in den Werkstattläden. Dem einen reicht eine Augenmaske, ein Anderer zückt seine Stabmaske. Es gibt maskierte Kinder und hat auch schon maskierte Haustiere gegeben. Manche Masken erfassen einen unpersönlichen Gefühlsausdruck in seiner Tiefe. Hier wird teilweise für Hollywood produziert. Gut möglich, dass Sie auf ein Kunstwerk stoßen, das unverkäuflich als Lockmittel dient.


Überraschungen...
Venedigs Veranstaltungskalender erhalten Sie über das Internet oder gleich am Hauptbahnhof. Das Programm informiert über den offiziellen Teil. Der Rest ist Überraschung. Vielleicht kommt Ihnen Casanova entgegen, der Seefahrer Marco Polo oder der Pestdoktor mit der langen Nase, die er sich im Mittelalter mit getränkter Watte füllte, um einer Ansteckung auf dem Luftweg zu entgehen. Komisch wirkt das Bild eines fröhlichen Harlekins am Arm eines unförmigen Monsters. Kühle, gesichtslose Damen in pompösen Kleidern und aufwendigem Kopfaufbau posieren, schreiten oder spielen. Möglicherweise begegnen Sie einem phantastischen Wesen, das zur Hälfte aus Kopfflügel und Halskrause besteht. An einer Säule stehen weißmaskierten Gestalten gespenstisch-unnahbar in vornehm-melancholischer Haltung. Ein feuerrot-gold kostümiertes Maskenpaar zeigt sich in anmutiger Pose oder eine zartblaue Gruppe in einer stilvollen Komposition. Sie können sich mit einer maskierten Person meist auf Englisch unterhalten, sehen ihr in die Augen, tanzen vielleicht sogar mit ihr, ohne zu wissen, wie dieser Mensch aussieht. Was Sie von ihm sehen, hat einen fremden Reiz. Vielleicht entpuppt sich die majestätische Schönheit im Reifrock, in die Sie sich gerade verliebt haben als Mann. Natürlich ist nicht jeder Kostümierte maskiert. Manch Einer lässt sich die Gesichtshaut passend zum Kostüm übermalen.

So viele lohnenswerte Fotomotive gibt es selten auf einem Fleck!
Auch wenn Sie keine Kamera bedienen, bekommen Sie es immer wieder mit einer Heerschar Fotografen zu tun. Sie verstellt Ihnen die Perspektive. Vom Markusplatz zur Rialtobrücke kommen Sie in den letzten Karnevalstagen kaum nah genug an interessante Maskierungen heran. Höchstwahrscheinlich schieben Sie sich an lebenden Statuen (zum Beispiel einer Charlie Chaplin-Figur) vorbei sowie einem Grimassenschneider - im Ohr die Schläge einer Sambagruppe. Da lohnt es sich in den Morgenstunden auf Suche zu gehen oder in Seitengassen vorzudringen. Außer dem Bedürfnis nach einem ruhigeren Hintergrund zum fotografieren und entspannen, gibt es noch ein Motiv, sich in abgelegene Gebiete zu wagen: Um den Markusplatz oder die Rialtobrücke kann man für einen Cappuccino bis zu 16 Euro bezahlen. Trotz hoher Preise empfehlenswert ist das berühmte CafÃÆ’ÂÂÅ  Florian am Markusplatz. Um eine weniger teure Mahlzeit im Bezirk San Marco einzunehmen, ist ein Gang zu einer Bar wie "Trattoria Da Fiore" (San Marco 3461 bei Santo Stefano) oder "Leon Bianco" (San Marco 4153) beim Cafe CittÃÆ’Â¥ de Torino geeignet. Ansonsten isst man besser in den anderen fünf Sechsteln. Teuer ist Venedig ohnehin.

Unterkunft während des Karnevals
Übernachten während des Karnevals ist noch viel schwieriger. Am besten bucht man Monate im voraus! Wer reichlich ausgeben kann, darf in der Altstadt wohnen. Dort ist unter 150.- Euro pro Nacht kein Bett zu haben. Empfehlenswert wäre die versteckt gelegene "Antica Locanda Montin" in Dorsoduro 1147 am Fondamenta Borgo nahe der Haltestelle "Accademia". Etwa 300.- Euro zahlt man für ein Bett der mittleren Preisklasse. Darüber ist alles mögliche denkbar. Wer nicht soviel ausgeben möchte, könnte sich in der Jugendherberge Ostello di Venezia auf der Insel Giudecca anmelden oder ein Zimmer weiter entfernt mieten. Das Hotel "Sole" in Albano-Therme wäre als 3-Sterne-Hotel zu empfehlen.
In den Wintermonaten wird bei Flut mit Mondnähe als erstes der niedrige Markusplatz überschwemmt. Dann stehen Laufstege zum Überqueren bereit und Gummistiefel erhöhen die Bewegungsfreiheit. Das Jahr 2007 brachte keine größeren Überschwemmungen mehr. Wassertaxen und Wasserbusse (Vaporetti) mussten gegen Ende Februar 2008 sogar wegen Niedrigwasser Umwege fahren, um in den Seitenkanälen nicht auf Grund zu laufen. Venedigs Zukunft ist allerdings ungewiss und seine Einwohnerzahl nimmt von Jahr zu Jahr ab. Zur Karnevalszeit stehen etwa 60.000 Altstadtbewohner 125.000 Besuchern gegenüber.

Als Höhepunkt gelten die letzten drei Tage:
Immer wieder ziehen verkleidete Gestalten in geschmückten Booten mit brennenden Fackeln oder Lampions den Canal Grande entlang zum Markusplatz. Am Wochenende vor Aschermittwoch findet dort die Endrunde im frei zugänglichen Maskenwettbewerb statt. Am Dienstagabend Punkt Mitternacht endet das offizielle Fest in der Verbrennung einer übergroßen Karnevalspuppe unter lauten Rufen: "El va! ââ‱â₏œ El va!" ("Er geht!"). Zur Karnevalbeerdigung läuten die Glocken der Kirche "San Francesco della Vigna". Den Abschied krönt ein prächtiges Feuerwerk auf der Lagune von San Marco. Noch ist das Gedränge um den Markusplatz gewaltig. Doch allmählich zieht der große Strom der Besucher ab. Jetzt treffen Venezianer sich zu Live-Musik, Tanz und Gesprächen in den kleinen Weinstuben oder Bars im Umkreis von Markusplatz und Rialtobrücke. Sie feiern tief in den Aschermittwoch hinein.



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